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Null-Prozent-Finanzierungen: Eins, zwei, drei in der Schuldenfalle

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Null-Prozent-Finanzierungen: Eins, zwei, drei in der Schuldenfalle

Die Null-Prozent-Finanzierungs-Falle: Vorsicht vor einem trickreichen Angebot – verbraucherrechtlich wie wirtschaftlich!

Ihr Konto ist schon überzogen und Weihnachten naht? – Kein Problem. Die Null-Prozent-Finanzierung macht den Einkauf dennoch möglich. Besonders jetzt, kurz vor Weihnachten, locken die Händler im Netz wie auch in den Einkaufsstraßen mit diesem scheinbar unschlagbaren Angebot. Doch seien Sie gewarnt: Niemand will Ihnen etwas schenken und ein Kredit ist stets ein Schritt in die Richtung einer Null-Prozent-Finanzierungs-Falle.

Im Hintergrund spielt die Bank mit


Die wenigsten Verbraucher wissen, dass sie bei einem Null-Prozent-Angebot einen stillen Vertragspartner im Boot haben. Vordergründig schließen sie den Vertrag mit dem Händler ab. Die Finanzierung übernimmt jedoch ein Kreditinstitut im Hintergrund. Viele Verbraucher reagieren überrascht, wenn sie eine Bonitätsauskunft vorbringen sollen. Angesichts des wahren Geldgebers ist dies aber kein Wunder.

Der Kreditvertrag ist auf jeden Fall gültig – auch bei schadhafter Ware


Die Kreditaufnahme über den Händler als Mittler hat für den Verbraucher rechtliche Nachteile. Normalerweise haben Verbraucher das Recht, innerhalb von 14 Tagen von einem Kreditvertrag zurück zu treten (§ 491 BGB , Quelle 1). Im Falle einer Null-Prozent-Finanzierung entfällt dieses Recht.

Es kommt sogar noch schlimmer: Sollte die Ware nicht in Ordnung sein, ist der Verbraucher trotzdem verpflichtet, den Kredit an die Bank zurück zu zahlen – nun stecken Verbraucher tatsächlich in der Null-Prozent-Finanzierungs-Falle. Erst im Oktober 2014 hat der BGH ein Urteil in diesem Sinne gefällt (Az.: XI ZR 168/13, Quelle 2). Im konkreten Fall hatte ein Bauherr 6.500 Euro für Baumaterialien ausgegeben. Die von ihm erworbenen Türen waren schadhaft. Der BGH entschied, dass er keinen Anspruch auf Auflösung des Kreditvertrags hat, weil Null-Prozent-Finanzierungen nicht zu den Verbraucherdarlehensverträge zählen.

Null-Prozent-Finanzierungs-Falle: Vorsicht vor versteckten Kosten


Zudem sollte kein Verbraucher glauben, dass die angeblich so günstigen Finanzierungen tatsächlich billig sind. Auch wenn nach außen keine Zinsen oder Gebühren in Erscheinung treten: Der Händler hat mit hoher Wahrscheinlichkeit den Kaufpreis schon im Vorfeld nach oben korrigiert. Für ihn ist das Finanzierungsangebot nicht mehr als eine günstige Maßnahme, das Geschäft anzukurbeln.

Der Vorteil der teilnehmenden Kreditinstitute liegt darin, dass sie kostenlos an die Daten von kreditwilligen Konsumenten herankommen und diesen im Nachgang „passende“ Kreditangebote unterbreiten können. Häufig versuchen sie, zusätzlich Restschuld-Versicherungen zu verkaufen. Die Gebühren können enorm teuer sein und einem Zins von zehn Prozent gleich kommen – einmal abgesehen davon, dass die Versicherung als solche aus der Sicht von Verbraucherschützern unsinnig ist (Quelle 1).

Lassen Sie sich nicht täuschen! In der Schuldnerberatung erleben wir täglich, wie gut ausgebildete Menschen den cleveren Tricks der Wirtschaft aufsitzen und in die Schuldenfalle geraten. Zahlen Sie Ihre Geschenke besser bar. Dies ist billiger und sicherer.

Quelle 1: Die Tücken der "Null-Prozent-Finanzierung", 28.11.2013, Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein,
http://www.vzsh.de/die-tuecken-der--null-prozent-finanzierung
Quelle 2: Wenn die Null-Prozent-Finanzierung zur Falle wird, 5.10.2014, Die Welt,
http://www.welt.de/finanzen/verbraucher/article132937770/Wenn-die-Null-Prozent-Finanzierung-zur-Falle-wird.html