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Was jeder über eine Immobilie als Alterssicherung wissen sollte

Schulden und Beamte Spezielle Lösungen für Beamte

Was jeder über eine Immobilie als Alterssicherung wissen sollte

In Deutschland gilt die eigene Immobilie als die Lösung für eine sichere Altersvorsorge schlechthin. Es ist jedoch problematisch, alles auf eine Karte zu setzen.

Der Wert der Immobilie ist keineswegs sicher. Er kann sinken, weil die ruhige, kleine Straße, an der sie einmal gebaut wurde, zur Durchgangsstraße wurde, oder weil der größte Arbeitgeber am Ort schließen musste. Auch ein Überangebot an Immobilien in Regionen mit schrumpfender Bevölkerung kann zum Wertrisiko werden. Eine zusätzliche Altersvorsorge neben dem Haus ist also nötig.



Abzahlen und sparen zugleich

Wie oder wann soll der Immobilienbesitzer sein zweites Standbein aufbauen? In der Schweiz zum Beispiel ist es gängige Praxis, den Hypothekenkredit nur in mäßigen Raten zurückzuzahlen und dafür einen Tilgungszeitraum von 30 oder 40 Jahren in Kauf zu nehmen. Die Nachbarn im Süden scheint es nur wenig zu stören, dass die Immobilie, die sie bewohnen, ihnen nicht wirklich gehört. Sie genießen es, so zu leben, wie sie wollen und sind für diesen Luxus bereit, Zinsen zu zahlen.

Zugleich bauen sie sich eine zweite Altersvorsorge in Form von freiem Vermögen auf und machen sich unabhängig von der Wertstabilität ihrer Immobilie. Wenn die Rendite höher ist als der Zins für die Schulden, kann die Rechnung aufgehen. Sich regelmäßig um die eigene Vermögensentwicklung zu kümmern, ist in diesem Modell inbegriffen.



Erst abzahlen, dann sparen

In Deutschland ist es dagegen üblich, den Hypothekenkredit schnell zurückzuzahlen, so dass die Immobilie binnen kurzem schuldenfrei ist. Der Aufbau eines Vermögens folgt im Anschluss.

Für dieses Modell lassen sich gute Gründe finden: Die Hypothekenzinsen befinden sich seit Jahren auf denkbar niedrigem Niveau. Sehr viel tiefer können sie kaum noch fallen. Wieso soll man nicht die Gunst der Stunde nutzen und die Schulden zurückzahlen, wenn doch niemand wissen kann, wie es in 10 oder 15 Jahren sein wird? Die Wahrscheinlichkeit, dass die Zinsen steigen, lässt sich nicht von der Hand weisen. Dann aber kann es für Immobilienbesitzer teuer werden, wenn die Anschlussfinanzierung ins Haus steht.

Hinzu kommt, dass im Leben kaum etwas sicher ist. Vor einem Einkommensausfall durch Arbeitslosigkeit, Trennung oder Krankheit ist niemand gefeit. Wohl dem, der dann keine Schulden hat.



Hauptsache, das Sparen nicht vergessen

Beide Modelle können aufgehen. Beide leben davon, dass sich Immobilienbesitzer nicht in falscher Sicherheit wiegen und glauben, zusammen mit der Immobilie sei die Frage nach der Altersvorsorge geklärt. Problematisch ist es, wenn sich Familien mit eigentlich zu geringem Einkommen zum Kauf einer Immobilie verführen lassen und dabei ihre gesamten Ressourcen verbrauchen. Was zunächst wie die Chance des Lebens erscheint, kann zum Bumerang werden.



Quelle: Die Vermögensfrage. Was tun gegen die Angst vor hohen Zinsen? F.A.Z. Online, 16.8.2014
http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/vermoegensfragen/immobilien-finanzierung-das-zinsaenderungs-risiko-13100429.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2