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Spielsucht führt meist in die Überschuldung

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Spielsucht führt meist in die Überschuldung

Die Glücksspiel-Sucht ist eine Sucht wie viele andere auch. Überproportional häufig führt sie jedoch in die Schuldenkrise.

Rund 70 Prozent aller Deutschen haben schon einmal an einem Glücksspiel teilgenommen, sagt eine Studie aus dem Jahr 2013 (Quelle 1). Mehr als 250.000 Menschen sollen glücksspielsüchtig sein (Quelle 2). Wer einmal so weit gekommen ist, dass er den Automaten in den Spielcasinos dauerhaft nicht widerstehen kann, hat nicht selten Schulden im fünfstelligen Bereich.

Spieler- vom Zocker am Automaten bis zum Börsianer

Die Glücksspielsucht äußert sich genau so wie viele andere Süchte: Die Gedanken des Betroffenen kreisen beständig um sein Suchtmittel. Er braucht immer mehr von seiner Droge, sprich: Er setzt immer höhere Beträge ein, um sich seinen Kick zu verschaffen. Gegenüber der Umwelt versucht er, seine Spielsucht zu verschleiern. Er ist gereizt und unruhig, wenn er einmal nicht spielen kann. Seine Beziehungen vernachlässigt er und versucht mit oft illegalen Mitteln, Geld für seine Sucht zu beschaffen (Quelle 3).

Wie alkoholkranke glauben Spielsüchtige, sie hätten ihre Sucht im Griff. Aber kaum haben sie einmal etwas gewonnen, setzen sie ihren Gewinn für das nächste Spiel ein. Und haben sie verloren, spielen sie erst recht.

Die Spielsucht zieht sich durch alle Bevölkerungsgruppen. Manche kommen mit 20 Euro am Tag aus. Es können jedoch auch Millionen im Spiel sein. Das Spekulationsverhalten mancher Börsianer muss als krankhaft gelten (Quelle 4).

Neurologische Untersuchungen deuten darauf hin, dass das Glücksspiel im Gehirn die gleichen oder zumindest sehr ähnliche Reaktionen auslöst wie stoffgebundene Süchte (Quelle 5). Bei einem Gewinn werden im Gehirn Dopamine ausgeschüttet, wodurch das Belohnungszentrum angeregt wird (Quelle 3). Nach und nach wird der Mensch süchtig nach diesen Glücksgefühlen. Er fixiert sich auf seine Sucht. Irgendwann genügen Schlüsselreize wie das Licht in den Casinos oder das Geräusch von Spielautomaten, um die Glücksgefühle auszulösen.

Glücksspieler sind überproportional stark verschuldet

Glücksspielern droht mehr als anderen Süchtigen eine Überschuldung. Die Landesstelle für Suchtfragen in Schleswig-Holstein weist darauf hin, dass Spielsüchtige "zur Finanzierung ihrer Sucht zunächst kleinere Wertgegenstände" verkaufen. "Dann verspielen sie Stück für Stück ihr Eigentum bis hin zum eigenen Haus." Die direkten und indirekten sozialen Folgekosten schätzt die Landesstelle auf mindestens 40 Millionen Euro (Quelle 2).

Staatlicherseits ist man sich uneinig, inwieweit das Glücksspiel verboten werden soll, denn der Staat verdient am Glücksspiel mit. Er hat das Monopol auf Lotterien, Sportwetten und vergibt Konzessionen an Spielbanken. An Spielautomaten verdient er auf dem Umweg der Gewerbesteuer (Quelle 3). Die Experten diskutieren, ob die Kostenbilanz positiv oder negativ ausfällt.

Fest steht, dass eine Sucht eine schwere Belastung ist - von der Vereinsamung bis zu Überschuldung. Im Internet finden Betroffene Adressen für Hilfsangebote. Sie können sich zum Beispiel an die Spielsucht Therapie wenden (Quelle 6).



Quelle 1: Spielsucht: Informationen für Betroffene und Angehörige
http://www.spiel-sucht.info/cms/tag/statistik/

Quelle 2: Änderung des Spielhallengesetzes S-H: Landeszentrale für Suchtfragen in Schleswig-Holstein
http://www.lssh.de/index.php/gluecksspielhilfe

Quelle 3: Glücksspielsucht: Zocken bis zum Zusammenbruch, Spiegel Online, http://www.spiegel.de/gesundheit/psychologie/gluecksspiele-machen-suechtig-vor-allem-geldspielautomaten-a-814173.html

Quelle 4: Börsenspekulation"Bei Glücksspielsucht geht es um den psychologischen Effekt", Die Zeit online,
http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2013-05/klaus-woelfling-spielsucht-hoeness

Quelle 5: Glücksspiel – die teuerste Sucht, Westfälische Nachrichten,
http://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Steinfurt/Lengerich/1570625-Auch-im-Internet-schnappt-die-Schuldenfalle-zu-Gluecksspiel-die-teuerste-Sucht

Quelle 6: Selbsthilfe http://www.spielsucht-therapie.de/