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Frauen der Baby-Boomer-Generation auf dem Weg in die Altersschulden

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Frauen der Baby-Boomer-Generation auf dem Weg in die Altersschulden

Mit dem Rentenbescheid kommt für viele Frauen um die 50 eine ungute Nachricht ins Haus: Die Rente wird mager ausfallen, ein Alter in Armut und Schulden droht.

Frauen sind im Schnitt schlecht versorgt: Im Jahr 2013 hat die deutsche Rentenversicherung an allein-versicherte Frauen im Durchschnitt 597 Euro ausbezahlt (Quelle 1). Da wundert es nicht, dass schon seit 2004 der Anteil der Schuldner über 70 stetig ansteigt (Quelle 2). Eine Veränderung zum Guten ist kaum zu erwarten. Das System der gesetzlichen Rentenvorsorge in Deutschland ist gnadenlos: Wer nichts einzahlt, bekommt auch nichts heraus.

Dieser Tatsache werden sich in den nächsten Jahren Millionen Frauen stellen müssen. Für die Frauen der Baby-Boomer-Jahre von 1958 bis 1968 beginnt innerhalb der nächsten zehn Jahre das Rentenalter. Sie sind besser ausgebildet als ihre Mütter. Sie haben sich viele Freiheiten erkämpft. Aber ihre finanzielle Versorgung haben sie oft vernachlässigt.

Frauen haben sich ganz traditionell um andere gekümmert

Die Frauen der Baby-Boomer-Generation hätten sich allerdings auf einen Herkules-Kampf eingelassen, wenn sie ihre finanziellen Interessen konsequent verfolgt hätten: Jedes zu Hause bleiben wegen der Kinder, jede Auszeit für die Versorgung der älter werdenden Eltern und jede Zurücknahme eigener Karrierewünsche dem Ehemann zuliebe macht sich in Heller und Pfennig berechenbar auf dem Rentenbescheid bemerkbar.

Die traditionellen Rollen sind schwer zu durchbrechen. Familienarbeit ist bis heute vor allem Frauenarbeit. Dass Männer ihrer Frau zuliebe ihre Karriere einschränken, hat Seltenheitswert. Bei den Baby-Boomern entsprechen 85 Prozent der Ehen nach 14 Ehejahren dem "Alleinversorger-Modell" (Quelle 3). Es sind vor allem die Frauen, die in Teilzeit oder im Niedriglohnsektor arbeiten. Doch um durchschnittlich 16 Prozent sinkt langfristig der Lohn, wenn sich Frauen auch nur auf eine einjährige Erziehungszeit einlassen (Quelle 3).

Der Arbeitsmarkt ist für Kandidaten um 50+ etwas freundlicher geworden

Nun ist guter Rat teuer. In 10 oder 20 Jahren aufzuholen, was über Jahre vernachlässigt wurde, ist schwierig. Es gehört Mut dazu, den Tatsachen ins Gesicht zu sehen und doch noch einmal eine Wende zu versuchen. Immerhin - ganz ohne Pluspunkte sind die Frauen nicht: Sie können auf ihre Ausbildung setzen und ihre im Schnitt höhere Lebenserwartung. Hinzu kommt ein genereller gesellschaftlicher Wandel: Junge Arbeitskräfte sind rar. Es werden immer mehr Menschen jenseits der 67 arbeiten müssen, manche wollen es auch. Ältere Mitarbeiter werden nicht mehr so exotisch sein wie heute. Am Arbeitsmarkt ist eine vorsichtige Wende spürbar und der sogenannte Jugendwahn hat etwas abgenommen (Quelle 4).





Quelle 1: Statistik der deutschen Rentenversicherung, Aktuelle Zahlen 2014.
http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/238644/publicationFile/52075/aktuelle_daten_2013.pdf

Quelle 2: SchuldnerAtlas Deutschland 2013, Creditreform, https://www.creditreform.de/fileadmin/user_upload/crefo/download_de/news_termine/wirtschaftsforschung/schuldneratlas/Analyse_SchuldnerAtlas_Deutschland_2013.pdf

Quelle 3: Altersarmut: Warum das Geld später nicht reichen wird, Brigitte Woman, http://woman.brigitte.de/leben-lieben/beruf-gesellschaft/altersarmut-1192461/1.html

Quelle 4: Azubi-Mangel – Firmen bilden 50-Jährige aus, Die Welt, http://www.welt.de/wirtschaft/article106408677/Azubi-Mangel-Firmen-bilden-50-Jaehrige-aus.html