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Pfändung: Darf ich mein Weihnachtsgeld behalten?

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Pfändung: Darf ich mein Weihnachtsgeld behalten?

Zum Jahresende steht die Zahlung des Weihnachtsgeldes an und mit ihr die bange Frage: Wie viel davon fließt denn in mein eigenes Portemonnaie?

Das Gesetz regelt, was zu Ihrem Einkommen zählt, welche Beträge pfändbar sind und was bei Ihnen bleibt. Kurz zusammengefasst lautet die Rechnung:

Ihr Nettoeinkommen

abzüglich pfändbare Beträge

= pfändbares Einkommen

Zur Verdeutlichung haben wir eine Rechenbeispiel zusammen gestellt. Es handelt sich um fiktive Beträge: Ein Angestellter erhält ein monatliches Bruttoeinkommen in Höhe von 3.000 Euro. Im Dezember kommen noch einmal 1.500 Euro Weihnachtsgeld hinzu. Auf seiner Lohnabrechnung findet er die Positionen:

4.500 Euro Bruttoeinkommen im Dezember

1.100 Euro steuerliche Abzüge (Summe aus Einkommensteuer, Kirchensteuer, Solidaritätszuschlag)

900 Euro Sozialversicherungsbeiträge (Summe aus Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung)

= 2.500 Euro Nettoeinkommen

Das Nettoeinkommen beläuft sich also in diesem Monat auf 2.500 Euro.


Davon sind die unpfändbaren Beträge abzuziehen. Im Gesetz heißt es:

"... Unpfändbar sind .... 4. Weihnachtsvergütungen bis zum Betrag der Hälfte des monatlichen Arbeitseinkommens, höchstens aber bis zum Betrag von 500 Euro; ..." §850a ZPO Nr. 4

Für den Angestellten in unserem Beispiel beträgt die Hälfte des monatlichen Einkommens 1.500 Euro. So viel darf er jedoch nicht ansetzen. Der nicht-pfändbare Betrag ist auf 500 Euro begrenzt.

Die Rechnung lautet demnach:

2.500 Euro Nettoeinkommen

abzüglich 500 Euro unpfändbare Beträge, hier Weihnachtsgeld

= 2.000 Euro Einkommen, das für die Pfändung zu berücksichtigen ist.


Wie viel bleibt denn nun?

Der Arbeitgeber überweist 2.500 Euro auf das Konto des Angestellten. Für die Pfändung werden jedoch nur 2.000 Euro veranschlagt. Das bedeutet: Dem Angestellten aus unserem Beispiel bleiben also 500 Euro Weihnachtsgeld pfändungsfrei.

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