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Vermögenswert oder Schuldenfalle: Fünf Mythen um das Eigenheim

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Vermögenswert oder Schuldenfalle: Fünf Mythen um das Eigenheim

Männer und ihre Autos. Frauen und Schönheit: Das Verhalten der jeweils anderen kommt uns ausgesprochen merkwürdig vor. Wir staunen über die bedingungslose Hingabe an das Objekt der Begierde und die Bereitschaft, sich zu verschulden oder sogar die Gesundheit zu riskieren.

Wenn es um das eigene Haus geht, verhalten sich die Deutschen nicht weniger emotional. Nie jedoch hat man einen Witz über die Deutschen und ihren Traum vom eigenen Haus gehört. Offenbar fehlt jede Distanz. Dabei verschulden sich viele Immobilienbesitzer auf absurde Weise und glauben dabei, vernünftig zu handeln. Wir haben fünf geglaubte Wahrheiten auf's Korn genommen:

"Mit einem Haus baut man sich langfristig etwas auf"

Ein Haus "wohnt sich ab". Der Wert sinkt stetig, wenn der Eigentümer dem Wertverfall nicht ständig entgegen wirkt. Nach 80 Jahren hat ein Haus seinen Wert vollständig verloren. Eine Bank würde es als Sicherheit für einen Kredit nicht mehr akzeptieren - außer es wurde zwischenzeitlich renoviert.

"Im Alter brauche ich keine Miete zahlen"

Das stimmt im Prinzip, sofern das Haus im Alter bewohnt werden kann. Oft wird ein Haus in der Phase der Familiengründung geplant und gebaut. Es wird großzügig angelegt, damit alle Platz haben. Sind die Kinder aus dem Haus, wird es für die Hausherren oft zu groß. Sie können es nicht mehr bewirtschaften und fühlen sich unwohl. Eine Treppe kann zur Hürde werden. Das bedeutet: Das Haus muss eventuell altersgerecht umgebaut werden. Damit stehen neue Investitionen an.

"Wenn es eng wird, kann ich das Haus verkaufen"

Auch das stimmt. Allerdings ist damit noch lange nicht gesagt, dass der Verkaufserlös die Investitionssumme deckt.

Ein Haus in zentraler Lage nahe dem Stadtkern verliert massiv an Wert, wenn die vorbei führende Straße zur Durchgangsstraße erklärt wird, und von da an Autoverkehr Tag und Nacht die Ruhe stört. Viele Hausbesitzer gehen mit Verlust aus einem Verkauf, weil sich die Umgebung ihres Hauses verändert hat, während sie darin gewohnt haben.

"Mit einem Haus hat man es geschafft"

Die Idee vom Haus als Statussysmbol und Familienwohnsitz, passte gut in die Welt der 50er Jahre. Inzwischen haben sich unsere Lebensgewohnheiten verändert. Wir sind alle viel mobiler geworden und wechseln schneller den Wohnort oder den Arbeitsplatz.

Der Karstadt-Investor Nicolas Berggruen soll angeblich kein eigenes Haus besitzen. Er sei sowieso immer unterwegs, sagt der Milliardär dazu. Je mobiler eine Person lebt, umso fragwürdiger wird der Besitz einer Im-Mobilie.

"Ich baue etwas auf, was ich den Kindern hinterlassen kann"

In einer mobilen Welt finden die Kinder ihren Lebens- und Arbeitsmittelpunkt oft weit entfernt vom elterlichen Zuhause. Außerdem veralten Häuser, wie schon weiter oben beschrieben. Viele Häuser der 50er Jahre stehen leer und können nicht verkauft werden, weil sich Standards verändert haben. Teilweise geht es so weit, dass veraltete Häuser den Wert eines Grundstücks mindern.

Neue Dämmtechnologien, neue Energiekonzepte und Haustechnologie lassen aktuelle Häuser in 30 Jahren alt aussehen. Es wird sich zeigen, inwieweit Häuser von heute an die zukünftigen Standards angepasst werden können.