Neue Ziele leben.
Geld gespart im Supermarkt
Von den Tricks der Psychologen
Jeden Samstag das gleiche Spiel: Der Einkaufszettel ist eigentlich schön übersichtlich. Aber am Ende hat man viel mehr gekauft als geplant. Vielleicht ist es Ihnen ein Trost zu wissen, dass Supermärkte alles tun, um das zu erreichen. Drei der vielen Supermarkt-Tricks stellen wir Ihnen vor:
Trick 1: Bückzone, Greifzone, Sichtzone
Ist Ihnen auch schon einmal aufgefallen, dass Sie sich für die günstigen Waren immer bücken müssen? Wenn Sie zum Beispiel Mandelplättchen suchen, dann finden Sie die Markenartikel in Sichthöhe. Die No-Name-Produkte liegen jedoch ganz unten. Zufall ist das natürlich nicht: Die größte Beachtung finden Produkte in Sichthöhe. Auch noch gut kommen Produkte in Greifhöhe weg. Alles, was über 180 cm oder unterhalb von 60 cm liegt, findet kaum Beachtung. Hier finden Sie die günstigsten Angebote.
Trick 2: Themensortimente
Zahnpasta und Zahnbürste, Bier und Knabberzeug, Gelierzucker und Einmachgläser: Die praktische Zusammenstellung der Produkte verleitet zu spontanen Käufen. Wer gerade eine neue Tube Zahnpasta kauft, nimmt auch noch eine Zahnbürste dazu. Dass bestimmte Produkte zusammen stehen, wundert niemanden. Nicht immer ist der Zusammenhang allerdings so nachvollziehbar wie bei Produkten der Zahnhygiene. Oder hätten Sie Kosmetika und Glückwunschkarten zusammen gestellt?
Die Supermärkte untersuchen sehr genau, welche Produkte zusammen gekauft werden. Davon leiten sie ab, wie sie ihre Produkte anordnen - und verleiten zum Zugreifen. Es gibt unterschiedliche Schätzungen zum Anteil der Spontan-Käufe. Manche gehen von bis zu 70 Prozent aus.
Trick 3: Der günstige Anschein
Mal ehrlich: Haben Sie die Preise aller Produkte im Kopf, die Sie regelmäßig einkaufen? Wenn nicht, gehören Sie zur großen Mehrheit. Schlecht für die Käufer, gut für die Supermärkte: Sie nutzen ihre Chance, indem sie mit großen, auffälligen Preisschildern oder Sonderstellflächen günstige Angebote suggerieren.
Unser Gehirn hat anscheinend keine Chance gegen die Manipulation. Hans-Georg Häusel gehört zu Deutschlands führenden Köpfen in Sachen Neuromarketing. In seinem Buch "Brain View" beschreibt er die Ergebnisse mehrerer Tests, die er zusammen mit seiner Gruppe Nymphenburg durchgeführt hat.
Das Ergebnis: Wurden unveränderte Preise auf rote Schilder gedruckt, stieg der Abverkauf um bis zu 700 Prozent. Eine angebliche Preisreduktion funktioniert ebenfalls gut. Dazu wird der vorgebliche alte Fantasie-Preis durchgestrichen und ein neuer angegeben. Nach Häusel steigen die Verkäufe um bis zu 200 Prozent.
Die Psychologen haben noch eine ganze Reihe weiterer Tricks auf Lager. Oft können Konsumenten nicht viel dagegen ausrichten. So soll zum Beispiel das Obst und Gemüse im Eingangsbereich eine gute Atmosphäre schaffen und das Tempo drosseln. Der Kunde kommt in Kaufstimmung, schaut, vergleicht und guckt. Je länger er bleibt, umso mehr kauft er. Was wirklich hilft, ist ein Einkaufszettel und der feste Vorsatz, sich daran zu halten. So wird auch die Zahnpasta nicht vergessen.
Jeden Samstag das gleiche Spiel: Der Einkaufszettel ist eigentlich schön übersichtlich. Aber am Ende hat man viel mehr gekauft als geplant. Vielleicht ist es Ihnen ein Trost zu wissen, dass Supermärkte alles tun, um das zu erreichen. Drei der vielen Supermarkt-Tricks stellen wir Ihnen vor:
Trick 1: Bückzone, Greifzone, Sichtzone
Ist Ihnen auch schon einmal aufgefallen, dass Sie sich für die günstigen Waren immer bücken müssen? Wenn Sie zum Beispiel Mandelplättchen suchen, dann finden Sie die Markenartikel in Sichthöhe. Die No-Name-Produkte liegen jedoch ganz unten. Zufall ist das natürlich nicht: Die größte Beachtung finden Produkte in Sichthöhe. Auch noch gut kommen Produkte in Greifhöhe weg. Alles, was über 180 cm oder unterhalb von 60 cm liegt, findet kaum Beachtung. Hier finden Sie die günstigsten Angebote.
Trick 2: Themensortimente
Zahnpasta und Zahnbürste, Bier und Knabberzeug, Gelierzucker und Einmachgläser: Die praktische Zusammenstellung der Produkte verleitet zu spontanen Käufen. Wer gerade eine neue Tube Zahnpasta kauft, nimmt auch noch eine Zahnbürste dazu. Dass bestimmte Produkte zusammen stehen, wundert niemanden. Nicht immer ist der Zusammenhang allerdings so nachvollziehbar wie bei Produkten der Zahnhygiene. Oder hätten Sie Kosmetika und Glückwunschkarten zusammen gestellt?
Die Supermärkte untersuchen sehr genau, welche Produkte zusammen gekauft werden. Davon leiten sie ab, wie sie ihre Produkte anordnen - und verleiten zum Zugreifen. Es gibt unterschiedliche Schätzungen zum Anteil der Spontan-Käufe. Manche gehen von bis zu 70 Prozent aus.
Trick 3: Der günstige Anschein
Mal ehrlich: Haben Sie die Preise aller Produkte im Kopf, die Sie regelmäßig einkaufen? Wenn nicht, gehören Sie zur großen Mehrheit. Schlecht für die Käufer, gut für die Supermärkte: Sie nutzen ihre Chance, indem sie mit großen, auffälligen Preisschildern oder Sonderstellflächen günstige Angebote suggerieren.
Unser Gehirn hat anscheinend keine Chance gegen die Manipulation. Hans-Georg Häusel gehört zu Deutschlands führenden Köpfen in Sachen Neuromarketing. In seinem Buch "Brain View" beschreibt er die Ergebnisse mehrerer Tests, die er zusammen mit seiner Gruppe Nymphenburg durchgeführt hat.
Das Ergebnis: Wurden unveränderte Preise auf rote Schilder gedruckt, stieg der Abverkauf um bis zu 700 Prozent. Eine angebliche Preisreduktion funktioniert ebenfalls gut. Dazu wird der vorgebliche alte Fantasie-Preis durchgestrichen und ein neuer angegeben. Nach Häusel steigen die Verkäufe um bis zu 200 Prozent.
Die Psychologen haben noch eine ganze Reihe weiterer Tricks auf Lager. Oft können Konsumenten nicht viel dagegen ausrichten. So soll zum Beispiel das Obst und Gemüse im Eingangsbereich eine gute Atmosphäre schaffen und das Tempo drosseln. Der Kunde kommt in Kaufstimmung, schaut, vergleicht und guckt. Je länger er bleibt, umso mehr kauft er. Was wirklich hilft, ist ein Einkaufszettel und der feste Vorsatz, sich daran zu halten. So wird auch die Zahnpasta nicht vergessen.
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