Neue Ziele leben.

Schuldenrisiko Ratenkredit: Auf Dauer richtig unbequem

Mit Krediten machen es sich die Deutschen nicht leicht. Im Gegenteil: Sie üben deutliche Zurückhaltung. Die Akzeptanz variiert mit der persönlichen Lebenssituation, beeinflusst durch Bildung, Einkommen und Familienstand. Entgegen aller Vorurteile sind Personen mit höherem Einkommen etwas aufgeschlossener als Personen mit niedrigem Einkommen.

Wenn aber die Entscheidung für einen Kredit gefallen ist, wählen die Deutschen immer häufiger einen Ratenkredit oder sie entscheiden sich für einen Ratenkauf. Immerhin gab es im Jahr 2010 rund 17,3 Millionen Ratenkredite in Deutschland. Rein statistisch gesehen zahlen 40 Prozent aller Bundes-Haushalte Kredite für ihren Konsum ab.

Die Wirtschaft freut es, denn für sie sind Ratenkredite oder Ratenverkäufe ein gutes Geschäft. Zum eigentlichen Verkaufspreis addieren sich Kreditzinsen und die Nebenkosten. Auffallend kleine Raten und lange Laufzeiten sollten aufmerken lassen: Was vordergründig wie ein unglaublich günstiges Angebot wirkt, entpuppt sich bei genauer Betrachtung oft als sehr teures Unterfangen. Effektivzinsen in zweistelliger Höhe sind keine Seltenheit.

Das Geschäft lohnt sich, wie das intensive Marketing der Anbieter zeigt. Ihr Angebot preisen sie mit Worten an wie

  • "Große Wünsche, kleine Raten"
  • "Der besondere Wunsch - sofort und günstig"
  • "Einfach Träume erfüllen"
  • "Wünsche werden schneller wahr"
  • "Bequem auf Raten"

"Einfach", "bequem" und "Wunscherfüllung sofort" sind also die zentralen Botschaften. Ein Schlaraffenland? Der Verbraucher könnte dem Glauben aufsitzen. Doch die Rechnung kommt zuverlässig. Oft erst dann, wenn die Begeisterung für das erworbene Gut bereits merklich abgekühlt ist.

Konsum und Zahlung fallen zeitlich immer häufiger und immer weiter auseinander. Folglich werden die Finanztransaktionen eines durchschnittlichen Haushalts immer undurchsichtiger: Zahlungen von der Kreditkarte, Abbuchungen für Versicherungen in größeren Abständen, Tanken mit der EC-Karte, Zeitungsabonnements und Clubmitgliedschaften, Eigenanteil für medizinische Behandlungen, und, und, und.

Dabei kann die Übersicht schon einmal verloren gehen. Um sich vor bösen Überraschungen zu schützen, können Privatleute einen Liquiditätsplan oder Haushaltsplan aufstellen, ähnlich wie es Unternehmen schon immer tun. Ein Liquiditätsplan listet Zahlungen pro Zeitpunkt auf, zum Beispiel Zahlungen pro Monat. Damit haben Forderungen "aus heiterem Himmel" ein Ende.


Kostenlos & unverbindlich

Wir helfen Ihnen bei Schulden

zur Anfrage

News-Kategorien

Informieren Sie sich über aktuelle Neuigkeiten rund um das Thema Schulden.

Follow us on Twitter