Neue Ziele leben.
Schuldenrisiko Handy
Was dem Vater das Auto, ist dem Sprössling das Smartphone: Schick, aktuell, viele Funktionen - so muss es sein. Das kommt an, auch bei den Freunden.
Kein Wunder also, dass immer mehr Kinder und Jugendliche via Handy in die Schuldenspirale geraten. Die einen stehen mit 50 Euro in der Kreide. Die anderen mit 1.000 Euro oder sogar 2.000 Euro. Solche Summen lassen sich mit dem Taschengeld nicht mehr zurück zahlen.
Kinder und Jugendliche stehen heute unter enormem Werbedruck. Hinzu kommen die vielen schwarzen Schafe unter den Anbietern, die Kinder und Jugendliche mit unseriösen Tricks in die Falle locken. Und so telefoniert der Nachwuchs, was das Zeug hält. Er pflegt sein Netzwerk, verschickt SMS und lädt Musik. Die Kosten sieht er erst einmal nicht.
In aller Regel telefonieren Kinder und Jugendliche mit einer PrePaid-Karte. Die Tarife sind zwar höher als bei einem Telefonvertrag, aber erstens dürfen Jugendliche unter 18 Jahren noch keinen Vertrag abschließen und zweitens sind die Kosten nach oben begrenzt. Das stimmt jedenfalls meistens.
Kostenfalle Abonnement
Beim Laden von Spielen oder Musik passiert es leicht, dass der Nutzer ein Abonnement abschließt, ohne es zu merken. In der Folge bekommt er regelmäßig neue Logos, Klingeltöne oder andere Daten zugestellt und die Kosten werden von der PrePaid-Karte abgezogen. Ist die Karte leer, addieren sich die Kosten auf und werden mit der nächsten Karte beglichen. Wird die Karte nicht mehr aufgeladen, können die Anbieter über den Provider auf den Karteninhaber zurückgreifen. Das Abbestellen des Abos gestaltet sich oft genauso unübersichtlich wie die Bestellung.
Die Abo-Falle ist nur eine von vielen. Damit Eltern ihre Kinder besser schützen können, hat das Familienministerium des Bundes den Ratgeber "Handy ohne Risiko" für Eltern herausgegeben. Er ist kostenlos erhältlich.
Kostenfalle Auslandsaufenthalt
Urlaubsfotos an Freunde verschickt? SMS versendet? Klingeltöne im Internet geladen? Dann kann es richtig teuer werden.
In aller Regel sucht sich das Handy im Ausland sein Netz selbst. Es wählt sich in das Partnernetz des heimischen Anbieters ein oder es wählt das stärkste verfügbare Netz. Es sucht jedenfalls nicht automatisch nach dem günstigsten Anbieter. Selbst wer Glück hat, und im eigenen Netzwerk bleibt, führt mit den neu gewonnen Freunden am Urlaubsort ein Auslandsgespräch. Denn das Gespräch wird nach Deutschland umgeleitet und von dort wieder zurück ins Ausland.
Das Telefonieren im Ausland ist immer teurer als im Inland. Zusätzlich zu den üblichen Kosten fallen die Kosten für die Nutzung des ausländischen Telefonnetzes an. Hinzu kommt: Wer im Ausland das eigene Handy benutzt, zahlt nicht nur für die eigenen Anrufe oder das Versenden von Bildern und SMS, sondern auch für den Empfang von Anrufen oder Daten. Deshalb lohnt es sich, vor Reiseantritt die Roaming-Gebühren des eigenen Anbieters zu studieren und gegebenenfalls für die Zeit des Urlaubs einen eigenen Tarif zu wählen.
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